Knoblauchpressen im Praxistest: WMF, Rösle, Zyliss und Tupperware im Vergleich

Eine Knoblauchpresse zerkleinert frischen Knoblauch schnell zu einer feinen Masse, die sich gleichmäßig in Saucen, Dressings, Dips und warme Speisen einarbeiten lässt. Doch wie viel Kraft ist dafür nötig, wie viel Knoblauch bleibt in der Presse zurück und wie aufwendig ist anschließend die Reinigung? Für unseren Praxistest haben wir vier Knoblauchpressen von WMF, Rösle, Zyliss und Tupperware tatsächlich benutzt und miteinander verglichen.

Vier Knoblauchpressen von WMF, Rösle, Zyliss und Tupperware im Praxistest
Im Praxistest: Knoblauchpressen von WMF, Rösle, Zyliss und Tupperware.

Das Testergebnis auf einen Blick

  • Bestes Pressergebnis: Die Zyliss Susi hinterließ in unseren Testdurchläufen die geringsten Rückstände.
  • Besonders einfach zu reinigen: Bei Rösle und Tupperware ließ sich der Siebeinsatz hochklappen, sodass die Reste gut zugänglich waren.
  • Größter gemessener Pressraum: Die Rösle 12896 bot mit etwa 27 × 45 mm den meisten Platz.
  • Leichtestes gewogenes Modell: Die Tupperware D111 brachte 160 g auf die Waage und lag dennoch stabil in der Hand.
  • Unsere damalige Empfehlung: Zyliss Susi – wegen des besten Pressergebnisses und des zum Testzeitpunkt günstigen Preises.

Wichtig: Das Ergebnis bezieht sich auf die von uns geprüften Exemplare und den damaligen Testzeitpunkt. Preise, Verfügbarkeit und Produktdetails können sich ändern. Nachfolgemodelle wurden nicht automatisch mitgetestet.

Knoblauchpressen im direkten Vergleich

ModellGewicht im TestPressraum, ca.PressergebnisReinigung
WMF Profi Plus313 g23 × 30 mmgut, aber vergleichsweise viele Rückständeentnehmbarer Einsatz; Reste mussten ausgekratzt werden
Rösle 12896398 g27 × 45 mmsehr gut, wenig Rückständekomfortabel durch aufklappbaren Siebeinsatz
Zyliss Susinicht dokumentiert22 × 36 mmbestes Ergebnis im Test, geringste Rückständeetwas aufwendiger als bei Rösle und Tupperware
Tupperware D111160 g22 × 40 mmsehr gut, wenige Rückständeeinfach durch hochklappbaren Siebeinsatz
Eigene Messungen und Beobachtungen an den tatsächlich getesteten Exemplaren. Die Maße des Pressraums sind Näherungswerte.

So haben wir die Knoblauchpressen getestet

Alle vier Pressen wurden in unserer Küche praktisch verwendet. Dabei haben wir nicht nur betrachtet, ob Knoblauch durch das Sieb gelangt. Für den Küchenalltag sind ebenso die Größe des Pressraums, die Handhabung und die Reinigung entscheidend. Bewertet wurden vor allem:

  • Größe und Zugänglichkeit des Pressraums
  • Handhabung und erforderlicher Kraftaufwand
  • Pressergebnis und verbleibende Rückstände
  • Öffnungsmechanismus und Reinigung
  • Gewicht, Verarbeitung und Ergonomie

Transparenzhinweis: Der praktische Vergleich der vier Knoblauchpressen wurde 2022 durchgeführt. Am 8. Oktober 2026 haben wir den Artikel redaktionell und technisch überarbeitet, die ursprünglichen Testergebnisse dabei jedoch nicht verändert. Die Bewertungen beziehen sich weiterhin auf die damals geprüften Modelle. Preise, Verfügbarkeit und Produktversionen können sich inzwischen geändert haben.

Video: Die vier Knoblauchpressen im Praxistest

Im Video sehen Sie die vier tatsächlich getesteten Knoblauchpressen von WMF, Rösle, Zyliss und Tupperware sowie Handhabung, Pressergebnis und verbliebene Rückstände.

Wie funktioniert eine Knoblauchpresse?

Bei einer klassischen Hebelpresse wird eine Knoblauchzehe in den Pressraum gelegt. Beim Zusammendrücken der Griffe drückt ein Stempel den Knoblauch durch ein gelochtes Sieb. Lange, stabile Griffe können die benötigte Handkraft durch eine günstige Hebelwirkung reduzieren. Für die Ausbeute sind außerdem die Größe der Kammer, die Passform des Stempels und die Gestaltung des Siebs wichtig.

Beim Pressen werden die Zellen des Knoblauchs stark aufgebrochen. Dadurch verteilt sich das intensive Aroma besonders gleichmäßig im Gericht. Ob Knoblauchzehen mit Schale eingelegt werden dürfen, hängt vom jeweiligen Modell und von den Angaben des Herstellers ab. Geschälte Zehen lassen sich in vielen Pressen sauberer verarbeiten und hinterlassen häufig weniger Rückstände.

Hebelpresse, Knoblauchschneider oder Garlic Rocker?

Neben der klassischen Hebelpresse gibt es drehbare Knoblauchschneider, kleine Zerkleinerer und sogenannte Garlic Rocker. Bei einem Rocker wird eine gebogene Lochplatte auf der Knoblauchzehe hin- und hergewiegt. Messer, Reibe und Mörser erzeugen wiederum eine andere Struktur. Diese Werkzeuge erfüllen einen ähnlichen Zweck, lassen sich wegen ihrer unterschiedlichen Arbeitsweise aber nur eingeschränkt mit einer Hebelpresse vergleichen.

WMF Profi Plus Knoblauchpresse im Test

WMF Profi Plus Knoblauchpresse während unseres Praxistests
Die WMF Profi Plus arbeitet mit einem festen Stempel und einem herausnehmbaren Siebeinsatz.

Die WMF Profi Plus gehörte zusammen mit der Rösle 12896 zu den optisch hochwertigsten Pressen im Testfeld. Das glänzende Cromargan-Gehäuse gefiel unseren Testern; das gemessene Gewicht von 313 g vermittelte einen stabilen Eindruck. Ein fest eingebauter Stempel drückt die Zehe durch den herausnehmbaren Siebeinsatz.

Der Pressraum maß bei unserem Exemplar ungefähr 23 × 30 mm und war damit vergleichsweise klein. Große Knoblauchzehen mussten teilweise geteilt werden. Im direkten Vergleich blieb relativ viel Knoblauch im Siebträger zurück. Der Einsatz konnte zwar herausgenommen und separat gereinigt werden, die anhaftenden Reste mussten in unserem Test jedoch ausgekratzt werden.

Kurzurteil: Wertig verarbeitete Edelstahlpresse mit entnehmbarem Sieb. Bei Ausbeute und Reinigung blieb sie in unserem Test hinter Rösle, Zyliss und Tupperware zurück.

Rösle 12896 Knoblauchpresse im Test

Rösle 12896 Knoblauchpresse während unseres Praxistests
Bei der Rösle 12896 lässt sich der Siebeinsatz zum Entleeren nach oben klappen.

Mit 398 g war die Rösle 12896 die schwerste Presse in unserem Vergleich. Sie arbeitete ebenfalls mit einem festen Stempel, unterschied sich durch ihre Konstruktion aber deutlich von der WMF. Der gemessene Innenraum von ungefähr 27 × 45 mm bot auch größeren Knoblauchzehen ausreichend Platz.

In mehreren Durchläufen erzielte die Rösle ein sehr gutes Pressergebnis und hinterließ nur wenig Abfall. Zur Reinigung ließ sie sich weit öffnen. Dabei klappte der Siebeinsatz nach oben, sodass die verbliebenen Knoblauchreste gut zugänglich waren und sich leicht abstreifen ließen.

Kurzurteil: Massive und geräumige Edelstahlpresse mit sehr gutem Ergebnis. Besonders überzeugend war der komfortable Reinigungsmechanismus.

Zyliss Susi Knoblauchpresse im Test

Zyliss Susi Knoblauchpresse während unseres Praxistests
Die Zyliss Susi lieferte das beste Pressergebnis unseres damaligen Vergleichs.

Die getestete Zyliss Susi bestand aus mattem Aluminium. Im Vergleich zu den glänzenden Edelstahlmodellen von WMF und Rösle wirkte sie nach Ansicht unserer Tester optisch weniger edel. Als einzige Presse im Test besaß sie eine integrierte rote Reinigungsbürste. Dieses Detail konnte uns bei der praktischen Benutzung allerdings nicht vollständig überzeugen.

Der gemessene Pressraum von etwa 22 × 36 mm nahm eine gewöhnliche Knoblauchzehe auf. Beim Schließen musste darauf geachtet werden, dass der Stempel korrekt über der Zehe in die Kammer geführt wurde. Danach ließ sich die Presse kraftvoll zusammendrücken.

Beim wichtigsten Kriterium überzeugte die Zyliss am stärksten: In mehreren Testdurchläufen hinterließ sie unter den vier Kandidaten die geringsten Rückstände. Die Reinigung war etwas umständlicher als bei Rösle und Tupperware, ließ sich insgesamt aber zügig erledigen.

Kurzurteil: Bestes Pressergebnis im Test und deshalb unsere damalige Empfehlung. Bei der Reinigung waren Rösle und Tupperware etwas komfortabler.

Tupperware D111 Knoblauchpresse im Test

Tupperware D111 Knoblauchpresse während unseres Praxistests
Die Tupperware D111 kombiniert einen Kunststoffkörper mit einem metallischen Siebeinsatz.

Die Tupperware D111 war die einzige Testkandidatin, deren Gehäuse überwiegend aus Kunststoff bestand. Siebeinsatz und Gelenk waren aus Metall gefertigt. Mit einem gemessenen Gewicht von 160 g war sie deutlich leichter als WMF und Rösle, wirkte bei der Benutzung aber dennoch stabil.

Der geformte Griff lag überraschend gut in der Hand und ermöglichte ein kräftiges Zusammendrücken. Der Pressraum maß ungefähr 22 × 40 mm und bot genügend Platz für eine durchschnittlich große Knoblauchzehe. Das Pressergebnis war sehr gut und es blieben nur wenige Rückstände. Zur Reinigung ließ sich der Siebeinsatz hochklappen, sodass der verbliebene Knoblauch gut abgestreift werden konnte.

Kurzurteil: Leichte und angenehm zu bedienende Presse mit sehr gutem Ergebnis und einfacher Reinigung. Zum damaligen Testzeitpunkt war sie jedoch das teuerste Modell im Vergleich.

Sichtbare Rückstände im direkten Vergleich

Die folgenden Aufnahmen stammen aus unserem Praxistest. Sie zeigen die nach dem Pressen verbliebenen Reste in den vier Testkandidaten. Da Knoblauchzehen naturgemäß nicht vollkommen identisch sind, ist der Bildvergleich als praktische Beobachtung und nicht als labormäßige Messung zu verstehen.

Welche Knoblauchpresse passt zu wem?

  • Möglichst geringe Rückstände: In unserem Test hatte die Zyliss Susi die Nase vorn.
  • Besonders unkomplizierte Reinigung: Rösle und Tupperware überzeugten mit ihren hochklappbaren Einsätzen.
  • Großer Pressraum: Von den vermessenen Testgeräten bot die Rösle am meisten Platz.
  • Geringes Gewicht und angenehmer Griff: Hier punktete die Tupperware D111.
  • Massive Edelstahloptik: WMF und Rösle wirkten auf unsere Tester besonders hochwertig.
Die vier getesteten Knoblauchpressen von Tupperware, Zyliss, WMF und Rösle
Die Testkandidaten von links: Tupperware, Zyliss, WMF und Rösle.

Woran erkennt man eine gute Knoblauchpresse?

  • Ergonomische Griffe: Sie sollten sicher in der Hand liegen und auch mit feuchten Händen nicht leicht abrutschen.
  • Günstige Hebelwirkung: Lange, stabile Griffe können den benötigten Kraftaufwand verringern.
  • Ausreichend großer Pressraum: Häufig verwendete Zehen sollten möglichst ohne vorheriges Zerteilen hineinpassen.
  • Passgenauer Stempel: Seitlich am Stempel vorbeigedrückter Knoblauch verringert die Ausbeute.
  • Gutes Pressergebnis: Möglichst wenig Knoblauch sollte als zusammenhängender Rest in der Kammer verbleiben.
  • Gut zugängliches Sieb: Herausnehmbare oder aufklappbare Einsätze erleichtern die Reinigung.
  • Solide Verarbeitung: Gelenk, Stempel und Sieb sollten sich beim kräftigen Pressen nicht stark verwinden.

Edelstahl, Aluminium oder Kunststoff?

Edelstahl ist robust, korrosionsbeständig und in der Regel unkompliziert zu pflegen. Aluminium ermöglicht leichtere Konstruktionen, verlangt abhängig von Beschichtung und Herstellerangabe jedoch eine passende Reinigung. Auch Kunststoff kann stabil und ergonomisch sein, wie die getestete Tupperware-Presse zeigte. Das Material allein entscheidet deshalb nicht über die Qualität. Konstruktion, Gelenk, Hebelwirkung, Sieb und Reinigungsmöglichkeit sind mindestens ebenso wichtig.

Knoblauchpresse richtig reinigen

Knoblauchreste lassen sich am leichtesten entfernen, solange sie noch feucht sind. Öffnen Sie die Presse deshalb unmittelbar nach der Benutzung und streifen Sie die Rückstände aus Kammer und Sieb. Anschließend kann das Gerät unter fließendem Wasser mit einer kleinen Spülbürste gereinigt werden. Bei sehr feinen Sieblöchern hilft ein dafür vorgesehener Reinigungseinsatz.

Nicht jede Knoblauchpresse ist automatisch spülmaschinengeeignet. Beachten Sie die aktuelle Pflegeanleitung des Herstellers – besonders bei Aluminium, beschichteten Oberflächen oder Materialkombinationen. Nach dem Spülen sollte die Presse vollständig geöffnet trocknen, damit keine Feuchtigkeit im Gelenk oder Pressraum verbleibt.

Alternativen zur Knoblauchpresse

Eine Knoblauchpresse ist praktisch, aber nicht für jedes Gericht zwingend erforderlich. Fein gehackter Knoblauch lässt sich gut dosieren und behält mehr Struktur. Eine feine Reibe erzeugt eine intensive Paste, während sich Knoblauch im Mörser zusammen mit etwas Salz besonders gleichmäßig zerreiben lässt. Ein Garlic Rocker ist einfach aufgebaut, benötigt je nach Modell jedoch mehr Druck und verteilt den Knoblauch zunächst auf dem Schneidbrett.

Welche Methode am besten passt, hängt vom Gericht ab. Für Bruschetta oder eine selbst gebackene Pizza kann fein gehackter Knoblauch sinnvoll sein. In Dips, Dressings und Saucen lässt sich gepresster Knoblauch besonders gleichmäßig verteilen.

Fazit: Zyliss presste am gründlichsten

Alle vier getesteten Knoblauchpressen erfüllten ihre grundlegende Aufgabe, unterschieden sich aber deutlich bei Ausbeute, Handhabung und Reinigung. Die Rösle 12896 überzeugte mit einem geräumigen Pressraum, einem sehr guten Ergebnis und einem komfortabel aufklappbaren Sieb. Die leichte Tupperware D111 verband angenehme Handhabung mit wenigen Rückständen und einer einfachen Reinigung. Die WMF Profi Plus war hochwertig verarbeitet, ließ im Vergleich jedoch mehr Knoblauch zurück.

Das beste Pressergebnis unseres damaligen Testfeldes erzielte die Zyliss Susi. Sie hinterließ in mehreren Durchläufen die geringsten Rückstände und war zum Testzeitpunkt zugleich preislich attraktiv. Deshalb lautete unsere Empfehlung Zyliss Susi. Wer den größten Wert auf eine besonders unkomplizierte Reinigung legt, findet mit Rösle und Tupperware zwei überzeugende Alternativen.

Weitere aktuell erhältliche Knoblauchpressen

Hinweis: Die folgenden automatisch angezeigten Angebote waren nicht Bestandteil unseres Praxistests.

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Test durchgeführt: 2022 · Artikel zuletzt redaktionell überarbeitet: 8. Oktober 2026 · Es fand bei dieser Aktualisierung kein erneuter Produkttest statt.