So stabil müssen Gastromöbel sein

Die Anschaffung von Gastronomiemöbeln ist für Existenzgründer ebenso anspruchsvoll wie für erfahrene Gastronomen, die ihren Betrieb modernisieren möchten. Tische, Stühle, Sitzbänke und Loungemöbel müssen nicht nur zum Einrichtungskonzept passen. Sie sollen einer intensiven Nutzung standhalten, bequem, pflegeleicht und sicher sein. Dieser Ratgeber zeigt, worauf Sie bei der Auswahl neuer oder gebrauchter Gastromöbel achten sollten.

Unter Suchbegriffen wie „Hotelmöbel“, „Restaurantmöbel“ oder „Gastronomiemöbel“ finden sich zahlreiche Angebote – von einzelnen Stühlen und Tischen bis zur vollständigen Einrichtung eines Restaurants, Cafés, Bistros oder Imbisses. Auch Gartenmöbel, Terrassentische, Sonnenschirme und weitere Outdoor-Ausstattungen werden speziell für den gewerblichen Einsatz angeboten.

Individuell angefertigte Möbel und bedruckte Sonnenschirme können an Farben, Abmessungen und Markenauftritt des Betriebs angepasst werden. Solche Sonderanfertigungen benötigen jedoch eine längere Vorlaufzeit. Pauschale Lieferfristen lassen sich nicht nennen. Besonders vor Beginn der Außensaison können Produktion und Versand mehrere Wochen dauern.

Gastronomiemöbel richtig planen

Bevor Sie einzelne Möbel auswählen, sollten Sie den Gastraum und die geplanten Abläufe als Ganzes betrachten. Neben Design und Sitzkomfort spielen Laufwege, Tischabstände, Reinigung, Flexibilität und die Zahl der gewünschten Sitzplätze eine wichtige Rolle.

Eine maßstabgerechte Raumplanung hilft dabei, die verfügbare Fläche sinnvoll aufzuteilen. Dabei müssen nicht nur die Abmessungen der Möbel berücksichtigt werden. Gäste und Servicepersonal benötigen ausreichend Platz, um Stühle zurückzuschieben, Bestellungen zu servieren und den Raum sicher zu durchqueren.

Flucht- und Rettungswege dürfen durch Tische, Stühle, Dekoration oder abgestellte Möbel nicht eingeschränkt werden. Auch barrierearme Zugänge und geeignete Plätze für Menschen mit Rollstuhl oder Mobilitätshilfen sollten bereits bei der Planung berücksichtigt werden. Welche baulichen Anforderungen verbindlich gelten, hängt vom Gebäude, der Nutzung und den örtlichen Vorschriften ab.

Individuelles Gastronomiemobiliar schafft Wiedererkennungswert

Eine stimmige Einrichtung unterstützt das gastronomische Konzept. Ein Café mit langer Aufenthaltsdauer benötigt andere Möbel als ein Schnellrestaurant, in dem Gäste überwiegend kurze Zeit bleiben. Auch ein elegantes Restaurant stellt andere Anforderungen an Material, Polsterung und Tischgestaltung als eine rustikale Gaststätte.

Die Einrichtung sollte zur gewünschten Zielgruppe passen, ohne Menschen durch stereotype Annahmen auszuschließen. Für Familien können pflegeleichte Oberflächen, flexible Sitzgruppen und Platz für Kinderstühle wichtig sein. Ältere Gäste profitieren häufig von stabilen Stühlen mit Armlehnen und einer angenehmen Sitzhöhe. Für jüngere Zielgruppen können wandelbare Bereiche, auffällige Farben oder ein reduziertes Design attraktiv sein.

Unabhängig von der Zielgruppe sollte das Mobiliar folgende Eigenschaften erfüllen:

  • stabil und für die gewerbliche Nutzung geeignet
  • bequem genug für die geplante Aufenthaltsdauer
  • pflegeleicht und beständig gegen häufige Reinigung
  • passend zum Raum- und Farbkonzept
  • bei Bedarf flexibel kombinierbar
  • langfristig nachbestellbar oder leicht zu ergänzen

Bei einer vollständigen Neueinrichtung kann die Beratung durch einen Innenarchitekten, Objektausstatter oder Gastronomieplaner sinnvoll sein. Fachleute berücksichtigen neben der Gestaltung auch Belastbarkeit, Akustik, Beleuchtung und betriebliche Abläufe.

Auf geeignete Materialien achten

Gastronomiemöbel werden unter anderem aus Massivholz, Holzwerkstoffen, Metall, Kunststoff und verschiedenen Verbundmaterialien hergestellt. Welches Material geeignet ist, hängt vom Einsatzort und der gewünschten Optik ab.

Massivholz wirkt warm und hochwertig, benötigt jedoch eine geeignete Oberflächenbehandlung und regelmäßige Pflege. Metallgestelle sind häufig schlank, stabil und gut mit unterschiedlichen Tischplatten kombinierbar. Pulverbeschichtete Oberflächen sind in vielen Farben erhältlich, können bei Beschädigungen jedoch anfällig für Korrosion werden.

Kunststoffmöbel sind leicht und pflegefreundlich. Für den Außenbereich sollten ausschließlich Modelle gewählt werden, die ausdrücklich UV- und witterungsbeständig sind. Minderwertiger Kunststoff kann bei dauerhafter Sonneneinstrahlung ausbleichen, spröde werden oder an Stabilität verlieren.

Stehtische und Bartische

Bartische und Stehtische sind als Massivholz-, Metall- oder Materialkombination erhältlich. Besonders bei hohen Tischen ist ein sicherer Stand wichtig. Ein schmaler Fuß kann zwar elegant aussehen, darf aber bei seitlicher Belastung nicht kippen.

Achten Sie beim Kauf auf:

  • einen stabilen und kippsicheren Stand
  • eine zur Nutzung passende Tischhöhe
  • ausreichend Platz für Beine und Füße
  • eine kratz- und feuchtigkeitsbeständige Oberfläche
  • einen Bodenausgleich für unebene Flächen
  • geeignete Gleiter zum Schutz des Fußbodens

Ausstellungsstücke und Restposten können preislich interessant sein. Prüfen Sie jedoch, ob die benötigte Stückzahl verfügbar ist und sich später weitere Möbel derselben Serie nachbestellen lassen.

Stühle und Sessel für die Gastronomie

Bei Restaurantstühlen sollten Sitzkomfort und Belastbarkeit gemeinsam betrachtet werden. Ein besonders weicher Sessel kann angenehm sein, benötigt aber mehr Platz und verursacht möglicherweise einen höheren Reinigungsaufwand. Ein kompakter Holz- oder Kunststoffstuhl lässt sich leichter bewegen, muss aber trotzdem ausreichend bequem sein.

Polsterstühle schaffen ein wohnliches Ambiente. Die Bezüge sollten scheuerfest, farbbeständig und möglichst leicht zu reinigen sein. Abnehmbare oder austauschbare Polster können die Nutzungsdauer verlängern. Bei Holzmöbeln sind stabile Verbindungen wichtiger als eine rein dekorative Verarbeitung.

Armlehnen erleichtern vielen Gästen das Hinsetzen und Aufstehen, erhöhen aber den Platzbedarf. Prüfen Sie außerdem, ob Stühle mit Armlehnen unter die vorgesehenen Tische passen.

Barhocker besonders sorgfältig auswählen

Barhocker werden durch ihre hohe Bauform besonders beansprucht. Die Konstruktion muss standsicher sein und darf sich beim Auf- und Absteigen nicht leicht verschieben oder neigen. Eine Fußstütze erhöht den Komfort und entlastet die Beine.

Weitere Auswahlkriterien sind:

  • passende Sitzhöhe zur vorhandenen Theke
  • stabiler Stand und belastbare Verbindungen
  • rutschhemmende und bodenschonende Füße
  • ausreichend große Fußstütze
  • pflegeleichte Sitzfläche
  • gegebenenfalls Rückenlehne für längeres Sitzen

Drehbare oder höhenverstellbare Barhocker bieten zusätzlichen Komfort, enthalten aber mehr bewegliche Teile. Diese müssen der häufigen gewerblichen Nutzung standhalten und gegebenenfalls gewartet werden.

Stapelbare und klappbare Möbel sparen Platz

Stapelbare Stühle und klappbare Tische eignen sich besonders für Terrassen, Veranstaltungsräume und Betriebe mit wechselnder Bestuhlung. Bei Bedarf lassen sich zusätzliche Sitzplätze schaffen, während nicht benötigte Möbel platzsparend gelagert werden.

Prüfen Sie vor dem Kauf, wie viele Stühle sicher übereinandergestapelt werden dürfen. Ein passender Transportwagen erleichtert das Bewegen größerer Stapel und verringert das Risiko von Beschädigungen.

Klappmechanismen müssen stabil sein und sich gegen unbeabsichtigtes Zusammenklappen sichern lassen. Gleichzeitig sollten Mitarbeitende die Möbel ohne übermäßigen Kraftaufwand auf- und abbauen können.

Fest stehende Stühle bieten je nach Ausführung einen höheren Komfort und passen häufig besser zu einer hochwertigen Inneneinrichtung. Welche Variante sinnvoller ist, hängt deshalb von der Aufenthaltsdauer, der benötigten Flexibilität und dem vorhandenen Lagerraum ab.

Sitzbänke nutzen den Raum effizient

Sitzbänke können eine gute Lösung für schmale Räume oder fest geplante Sitzgruppen sein. Sie nutzen Wandflächen effizient und verhindern, dass Stühle ständig in Laufwege geschoben werden. Gepolsterte Bänke verbessern außerdem die Raumakustik und schaffen eine gemütliche Atmosphäre.

Fest eingebaute Sitzbänke schränken allerdings die Flexibilität ein. Tischabstände und Sitztiefe müssen sorgfältig geplant werden, damit Gäste bequem Platz nehmen und wieder aufstehen können. Unterbauten dürfen die Beinfreiheit nicht beeinträchtigen.

Bei maßgefertigten Bänken können ungenutzte Bereiche unter der Sitzfläche unter Umständen als Stauraum dienen. Dieser muss gut zugänglich und so ausgeführt sein, dass eine gründliche Reinigung möglich bleibt.

Loungemöbel für Innen- und Außenbereiche

Loungemöbel stehen für eine entspannte Atmosphäre und eignen sich unter anderem für Bars, Hotellobbys, Terrassen und Wartebereiche. Die meist niedrige Sitzhöhe ist jedoch nicht für jede gastronomische Nutzung ideal. Zum Essen an einem regulären Tisch sind klassische Restaurantstühle häufig ergonomischer.

Outdoor-Loungemöbel werden durch Sonne, Regen, Temperaturschwankungen und häufige Nutzung stark beansprucht. Gestelle, Bezüge und Polster müssen deshalb ausdrücklich für den Außenbereich vorgesehen sein. Wasserabweisend bedeutet dabei nicht automatisch vollständig wasserdicht.

Teakmöbel richtig pflegen

Teakholz enthält natürliche Öle und eignet sich bei geeigneter Verarbeitung gut für Garten- und Terrassenmöbel. Unbehandeltes Teak entwickelt im Freien mit der Zeit eine silbergraue Patina. Diese verändert die Optik, ist aber nicht automatisch ein Zeichen für mangelnde Stabilität.

Für die normale Reinigung genügen in vielen Fällen Wasser, eine weiche Bürste und ein mildes Reinigungsmittel. Aggressive Reiniger und Hochdruckreiniger können die Oberfläche beschädigen. Spezielle Teakpflege sollte nur entsprechend den Herstellerhinweisen verwendet werden.

Auch wetterfeste Holzmöbel profitieren von einem geschützten Winterlager. Werden Abdeckhauben verwendet, müssen diese ausreichend belüftet sein. Unter einer vollständig geschlossenen Plane kann sich Feuchtigkeit sammeln und Schimmel begünstigen.

Kunststoff- und Polyrattanmöbel

Moderne Kunststoffmöbel sind in zahlreichen Farben und Formen erhältlich. Hochwertige Modelle können leicht, stabil und UV-beständig sein. Diese Eigenschaften sollten jedoch ausdrücklich in den Produktdaten bestätigt werden.

Für Loungemöbel wird häufig sogenanntes Polyrattan verwendet. Dabei handelt es sich um ein geflochtenes Kunststoffmaterial, das optisch an natürliches Rattan erinnert. Für den gewerblichen Außenbereich sind die Qualität des Geflechts, die Stabilität des Rahmens und die UV-Beständigkeit entscheidend.

Polsterauflagen sollten nach Möglichkeit abnehmbare, waschbare und lichtbeständige Bezüge besitzen. Bei anhaltendem Regen oder während längerer Nutzungspausen werden sie trocken gelagert.

Gastronomietische müssen standfest und pflegeleicht sein

Tische werden im gastronomischen Alltag intensiv belastet. Neben Speisen und Getränken müssen ihre Oberflächen häufiges Reinigen, Feuchtigkeit, Wärme und mechanische Beanspruchung aushalten.

HPL- und melaminharzbeschichtete Tischplatten sind in vielen Designs erhältlich und lassen sich in der Regel gut reinigen. HPL ist meist widerstandsfähiger gegen Abrieb und Feuchtigkeit als eine einfache Melaminbeschichtung. Für Außenbereiche muss die gesamte Platte einschließlich Kanten und Trägermaterial ausdrücklich geeignet sein.

Austauschbare Tischplatten können wirtschaftlich sein, weil bei einer beschädigten Oberfläche nicht das gesamte Tischgestell ersetzt werden muss. Dabei müssen Lochbild, Befestigung und Tragfähigkeit von Platte und Gestell zusammenpassen.

Eine HPL- oder Melaminoberfläche ist nicht automatisch schwer entflammbar. Werden besondere Brandschutzeigenschaften verlangt, müssen diese für das konkrete Produkt nachgewiesen sein. Die notwendigen Anforderungen ergeben sich aus dem Brandschutzkonzept und den örtlichen Vorgaben.

Besonders wichtig sind außerdem standsichere Tischgestelle. Verstellbare Füße gleichen leichte Unebenheiten aus und verhindern wackelnde Tische. Bei Mittelfußgestellen muss die Bodenplatte ausreichend groß und schwer sein, damit der Tisch auch bei einseitiger Belastung stabil bleibt.

Naturrattan und Polyrattan unterscheiden

Natürliches Rattan wird aus den Trieben der Rattanpalme gewonnen und häufig von Hand geflochten. Kleine Abweichungen in Farbe und Materialstärke gehören zum Charakter dieses Naturprodukts. Naturrattan ist leicht und dekorativ, reagiert jedoch empfindlicher auf anhaltende Feuchtigkeit und starke Witterungseinflüsse.

Für ungeschützte Außenbereiche ist Naturrattan deshalb meist weniger geeignet als speziell dafür entwickeltes Polyrattan. Natürliches Rattan sollte vorzugsweise im Innenbereich oder auf einer gut überdachten Terrasse eingesetzt und bei feuchter Witterung geschützt gelagert werden.

Polyrattan ist ein synthetisches Geflecht und kann – abhängig von Qualität und Verarbeitung – deutlich wetterbeständiger sein. Achten Sie auf einen korrosionsbeständigen Rahmen, UV-stabilisiertes Geflecht und eine nachvollziehbare Herstellerangabe zur gewerblichen Außennutzung.

Outdoor-Möbel und Sonnenschirme sicher einsetzen

Terrassenmöbel müssen nicht nur wetterfest, sondern auch standsicher sein. Leichte Stühle können bei Wind umkippen oder verschoben werden. Gleichzeitig dürfen Möbel nicht so schwer sein, dass Mitarbeitende sie nur unter hoher körperlicher Belastung bewegen können.

Bei Sonnenschirmen sind Schirmgröße, Mast, Gestell und Befestigung aufeinander abzustimmen. Ein schwerer Standfuß allein garantiert bei Wind keine ausreichende Sicherheit. Je nach Modell können Bodenhülsen oder fest montierte Verankerungen erforderlich sein.

Beachten Sie stets die zulässigen Windgeschwindigkeiten des Herstellers. Bei stärkerem Wind müssen Sonnenschirme rechtzeitig geschlossen und gegebenenfalls entfernt werden. Auch eine Werbebedruckung sollte UV-beständig und für den Außeneinsatz geeignet sein.

Wann lohnt sich der Kauf von Terrassenmöbeln?

Nach dem Ende der Außensaison bieten Händler gelegentlich Restposten und Ausstellungsstücke günstiger an. Ein Kauf im Herbst kann sich deshalb lohnen. Eine Garantie für besonders hohe Rabatte besteht jedoch nicht.

Berücksichtigen Sie neben dem Kaufpreis die Finanzierung und Lagerung. Möbel, die mehrere Monate ungenutzt bleiben, binden Kapital und benötigen einen trockenen, ausreichend großen Lagerraum. Für Existenzgründer kann eine spätere Bestellung trotz höherem Preis wirtschaftlich sinnvoller sein.

Bei saisonaler Ware sollten Sie außerdem prüfen, ob Ersatzteile und zusätzliche Möbel derselben Serie im kommenden Jahr noch erhältlich sein werden.

Gebrauchte Gastronomiemöbel: Nicht jedes Angebot ist ein Schnäppchen

Gebrauchte Möbel können das Budget bei einer Neueröffnung oder Renovierung deutlich entlasten. Angeboten werden einzelne Stücke, komplette Einrichtungen sowie Mobiliar aus Betriebsauflösungen und Insolvenzverkäufen.

Der Vergleich mit dem Neupreis allein reicht jedoch nicht aus. Zu den möglichen Zusatzkosten gehören Transport, Demontage, Reinigung, Aufarbeitung, neue Polster sowie fehlende Verbindungsteile oder Befestigungen.

Vor dem Kauf sollten Sie gebrauchte Möbel möglichst persönlich besichtigen und folgende Punkte kontrollieren:

  • Wackeln Tische, Stühle oder Barhocker?
  • Sind Verbindungen, Schweißnähte und Schrauben unbeschädigt?
  • Gibt es Risse, scharfe Kanten oder hervorstehende Teile?
  • Sind Holz und Holzwerkstoffe aufgequollen oder verzogen?
  • Weisen Metallteile Rost oder beschädigte Beschichtungen auf?
  • Sind Polster durchgesessen, verschmutzt oder geruchsbelastet?
  • Lassen sich Oberflächen hygienisch reinigen?
  • Sind Gleiter, Füße und Schutzkappen vollständig?
  • Ist die benötigte Stückzahl in vergleichbarem Zustand vorhanden?
  • Gibt es noch Ersatzteile oder Möbel derselben Serie?

Bei Käufen von Unternehmen, Auktionen oder Insolvenzverwertern können Garantie, Gewährleistung und Rückgabemöglichkeiten eingeschränkt sein. Die genauen Verkaufsbedingungen sollten deshalb vor dem Kauf gelesen werden.

Beschädigte oder instabile Möbel sind auch zu einem niedrigen Preis keine gute Investition. Sie beeinträchtigen den Komfort, können ein Sicherheitsrisiko darstellen und verursachen möglicherweise schon kurz nach der Eröffnung weitere Kosten.

Finanzierung, Leasing und Ratenzahlung vergleichen

Nicht jeder Betrieb kann die vollständige Einrichtung sofort bezahlen. Einige Händler bieten Ratenzahlung, Mietkauf oder Leasing an. Dadurch bleibt zunächst mehr Liquidität für Warenbestand, Personal, Marketing und weitere Investitionen erhalten.

Entscheidend ist jedoch die Gesamtbelastung. Vergleichen Sie nicht nur die monatliche Rate, sondern auch Laufzeit, Zinsen, Gebühren, Eigentumsübergang und vorzeitige Kündigungsmöglichkeiten. Möbel haben im Gegensatz zu vielen technischen Geräten oft einen langen Nutzungszeitraum. Deshalb kann ein klassischer Kauf langfristig günstiger sein.

Checkliste für den Kauf von Gastronomiemöbeln

  • Passt das Design zum gastronomischen Konzept?
  • Sind Möbel und Materialien für den gewerblichen Einsatz geeignet?
  • Reicht der Sitzkomfort für die geplante Aufenthaltsdauer aus?
  • Sind Tische, Stühle und Hocker standsicher?
  • Lassen sich alle Oberflächen gründlich reinigen?
  • Ist das Mobiliar für Innen- oder Außenbereiche vorgesehen?
  • Bleiben Lauf-, Bedien- und Fluchtwege frei?
  • Wurden Barrierearmut und unterschiedliche Bedürfnisse der Gäste berücksichtigt?
  • Gibt es ausreichend Lagerplatz für saisonale oder flexible Möbel?
  • Sind Ersatzteile und Nachbestellungen langfristig möglich?
  • Sind Lieferung, Montage und Entsorgung alter Möbel im Preis enthalten?
  • Wurden Finanzierung und Gesamtkosten verglichen?

Fazit: Gastromöbel müssen Komfort und Wirtschaftlichkeit verbinden

Gute Gastronomiemöbel verbinden ansprechendes Design mit Sitzkomfort, Stabilität und einfacher Pflege. Sie sollten zum Betriebskonzept passen und den täglichen Belastungen über viele Jahre standhalten.

Flexible Möbel sind besonders für Betriebe mit Veranstaltungen, Außenflächen oder wechselnden Tischgrößen interessant. Fest eingebaute Sitzgruppen können vorhandenen Raum effizienter nutzen, müssen dafür aber sorgfältig geplant werden.

Auch gebrauchte Möbel können eine wirtschaftliche Wahl sein, wenn Zustand, Sicherheit und Folgekosten stimmen. Wer vor dem Kauf Raumplanung, Material, Lieferumfang und langfristige Verfügbarkeit prüft, schafft eine Einrichtung, in der sich Gäste wohlfühlen und Mitarbeitende effizient arbeiten können.

3 Kommentare zu „So stabil müssen Gastromöbel sein“

  1. “Die Lieferzeit beträgt dann meist vier Wochen in der Saisonzeit”? Kleiner Scherz …. Wartezeiten von 8-16 Wochen sind keine Seltenheit!

  2. Gebräuchte Möbel können sich rentieren – im Gegensatz zu gebrauchten Küchengeräte. Davon würde ich in jedem Fall abraten. Zuviel schlechte Erfahrungen gemacht.

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