Neugründung Partyservice: So starten Sie erfolgreich durch!

Ein eigener Partyservice kann klein beginnen und sich vom reinen Speisenlieferanten zum Full-Service-Caterer entwickeln. Einfach ist die Gründung dennoch nicht: Wer Lebensmittel gewerblich herstellt, transportiert und ausgibt, trägt Verantwortung für Hygiene, Kühlkette, Kennzeichnung und sichere Abläufe. Hinzu kommen Kalkulation, Personal, Logistik und eine klare Positionierung. Ein fundierter Businessplan zeigt, ob das geplante Angebot auch bei schwankender Nachfrage und steigenden Kosten wirtschaftlich funktioniert.

Mögliche Geschäftsmodelle reichen vom nebenberuflichen Abhol- und Lieferservice über Hochzeits-, Grill- und Business-Catering bis zum Foodtruck oder kompletten Eventservice. Tische, Stühle, Geschirr, Kühltechnik und Zelte können selbst vorgehalten, bei Partnern gemietet oder als eigenes Vermietgeschäft angeboten werden. Gerade zu Beginn ist ein begrenztes, zuverlässig beherrschtes Angebot meist sinnvoller als der Versuch, jede Leistung selbst abzudecken.

Partyservice oder Catering: Was ist der Unterschied?

Die Begriffe werden im Alltag häufig gleichbedeutend verwendet. Ein klassischer Partyservice liefert meist vorbereitete Speisen und stellt bei Bedarf Buffetgeschirr bereit. Catering kann darüber hinaus Planung, Getränkeservice, Personal, Live-Cooking, Mobiliar, Dekoration, Technik sowie Auf- und Abbau umfassen. Beim Non-Food-Catering beziehungsweise Eventverleih stehen Ausstattung und Logistik im Mittelpunkt.

GeschäftsmodellTypischer UmfangBesondere Anforderungen
Drop-off-CateringLieferung vorbereiteter Speisen ohne Servicepersonalsichere Verpackung, Temperaturführung, klare Übergabe
BuffetserviceLieferung, Aufbau und späterer AbbauWarm- und Kühlhaltung, Ausgabehygiene, Zeitplanung
Full-Service-CateringSpeisen, Getränke, Personal, Mobiliar und AblaufplanungPersonalführung, Logistik, Verträge, viele Schnittstellen
Live-CookingZubereitung vor den GästenStrom oder Gas, Abluft, Brand- und Arbeitsschutz
EventverleihGeschirr, Möbel, Geräte, Zelte und ZubehörLager, Reinigung, Prüfung, Transport und Bruchmanagement

Welche Anmeldungen und Genehmigungen sind nötig?

Ein reines Cateringunternehmen, das bestellte Speisen an einen Auftraggeber liefert, benötigt häufig keine klassische Gaststättenkonzession. Daraus folgt jedoch nicht, dass der Betrieb genehmigungs- oder pflichtenfrei ist. Das Gewerbe muss angemeldet werden, und vor Tätigkeitsbeginn ist die zuständige Lebensmittelüberwachung einzubeziehen. Welche zusätzlichen Anzeigen oder Erlaubnisse erforderlich sind, hängt von Bundesland, Betriebsstätte, Alkoholausschank, mobilen Verkaufsstellen und dem konkreten Veranstaltungsbetrieb ab.

  • Gewerbeanmeldung und steuerliche Erfassung
  • Registrierung beziehungsweise Abstimmung mit der örtlichen Lebensmittelüberwachung
  • Belehrung nach § 43 Infektionsschutzgesetz für Personen, die mit bestimmten offenen Lebensmitteln arbeiten
  • Fachkenntnisse und Schulungen nach Lebensmittelhygienerecht
  • betriebliches Eigenkontroll- beziehungsweise HACCP-System
  • Anmeldung bei der zuständigen Berufsgenossenschaft, regelmäßig der BGN
  • gegebenenfalls Nutzungsänderung, Bau-, Abluft- oder Brandschutzfreigaben für die Produktionsküche
  • bei Foodtruck oder Straßenverkauf: Standplatz-, Reisegewerbe- oder Sondernutzungsfragen klären
  • bei Ausschank und Veranstaltungen: landesrechtliche Gaststätten- und Veranstaltungsregeln prüfen

Die Anforderungen unterscheiden sich regional. Ein frühes Gespräch mit Gewerbeamt, Lebensmittelüberwachung, Bauamt, IHK beziehungsweise Handwerkskammer und Steuerberatung verhindert kostspielige Fehlplanungen. Das gilt besonders, bevor Räume angemietet oder Fahrzeuge und Großgeräte gekauft werden.

Lebensmittelhygiene und Allergeninformation

Lebensmittelunternehmen sind selbst dafür verantwortlich, sichere Speisen in Verkehr zu bringen. Beim Catering umfasst das den gesamten Weg vom Wareneingang über Produktion und Zwischenlagerung bis zu Transport, Aufbau, Ausgabe und Rücknahme. Kritische Temperaturen, Standzeiten und Verantwortlichkeiten müssen festgelegt, kontrolliert und nachvollziehbar dokumentiert werden.

  • Rohware und verzehrfertige Lebensmittel getrennt lagern und verarbeiten.
  • Kühl- und Heißhaltekette mit geeigneten Thermometern kontrollieren.
  • Transportbehälter reinigen, desinfizieren und vor Kontamination schützen.
  • Speisen, Chargen, Produktions- und Verbrauchsfristen eindeutig kennzeichnen.
  • Für Buffets Nachlegeprinzip und kurze Standzeiten planen, statt große Mengen lange auszustellen.
  • Allergene und erforderliche Zusatzstoffangaben korrekt erfassen und Gästen zugänglich machen.
  • Bei individuellen Unverträglichkeiten keine Kreuzkontaminationsfreiheit versprechen, die der Betrieb nicht sicher gewährleisten kann.

Vegetarische, vegane, glutenfreie oder allergenarme Angebote sind wichtige Zielgruppenmerkmale. Sie verlangen aber getrennte Arbeitsmittel, dokumentierte Rezepturen und geschultes Personal, wenn eine bestimmte Eigenschaft verbindlich zugesagt wird.

Die Produktionsküche planen

Eine normale Privatküche ist nicht automatisch für die gewerbliche Herstellung geeignet. Räume, Oberflächen, Handwaschplätze, Spülbereiche, Lagerung, Schädlingsschutz und Warenflüsse müssen zur Tätigkeit passen. Ob eine vorhandene Küche zugelassen werden kann, entscheidet die zuständige Behörde anhand des konkreten Betriebs.

Zur typischen Grundausstattung gehören Edelstahl-Arbeitstische, Handwaschbecken, ausreichend Kühl- und Tiefkühlkapazität, gewerbliche Spültechnik, Kochgeräte sowie Transport- und Warmhaltesysteme. Kombidämpfer, Grillplatten, Gastro-Fritteusen, Kochkessel oder Reiskocher richten sich nach der Speisekarte. Geräte sollten für den gewerblichen Dauerbetrieb vorgesehen, gut zu reinigen und am Aufstellort sicher anschließbar sein.

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Wichtige Punkte für den erfolgreichen Start eines Partyservice

Geeignete Zielgruppen und Cateringformen

Metzgerei- und Bäckerei-Partyservice

Für Metzgereien, Bäckereien oder Hofläden kann Partyservice ein zusätzliches Standbein sein. Einkauf, Fachpersonal und ein Teil der Produktion sind bereits vorhanden. Trotzdem müssen neue Arbeitsabläufe, räumliche Kapazitäten und zusätzliche Zutaten berücksichtigt werden. Ein Mittagstisch oder regelmäßige Lieferungen an Unternehmen können die Auslastung verstetigen; die Verpflegung von Kitas, Schulen oder Pflegeeinrichtungen stellt jedoch deutlich höhere Anforderungen an Ausschreibung, Ernährungsplanung, Hygiene und zuverlässige tägliche Logistik.

Hochzeits- und Gourmet-Catering

Im gehobenen Segment kaufen Kundinnen und Kunden nicht nur Essen, sondern Planungssicherheit und ein stimmiges Erlebnis. Menü, Geschirr, Service, Getränkebegleitung, Zeitplan und Gestaltung müssen zusammenpassen. Möglich sind gesetzte Menüs, Flying Buffet, kulinarische Stationen oder Private Dining beim Auftraggeber. Je individueller das Konzept, desto wichtiger sind Probeessen, Ablaufplan, Personalreserve und eine genaue Leistungsbeschreibung.

Business-, Education- und Care-Catering

Business-Catering umfasst unter anderem Frühstück, Konferenzverpflegung, Mitarbeiteressen und Firmenveranstaltungen. Education-Catering versorgt Schulen und Kindertagesstätten; Care-Catering richtet sich an Kliniken, Pflege- und Senioreneinrichtungen. Diese Bereiche bieten wiederkehrende Umsätze, verlangen aber belastbare Produktionskapazitäten, Ernährungs- und Allergenmanagement, vertraglich definierte Qualität sowie ausfallsichere Logistik. Ein kleiner Partyservice sollte solche Aufträge erst annehmen, wenn Personal und Prozesse dafür ausgelegt sind.

Weihnachtsfeiern und saisonale Events

Weihnachtsfeiern, Sommerfeste, Hochzeiten und private Jubiläen erzeugen saisonale Spitzen. Neben klassischen Buffets sind Themenstationen, vegetarische Menüs, regionale Küche und Dessertangebote gefragt. Eine begrenzte Saisonkarte erleichtert Einkauf und Produktion. Anzahlungen, verbindliche Personenzahlen und klare Stornobedingungen schützen vor kurzfristigen Ausfällen.

Flying Buffet und Fingerfood

Beim Flying Buffet trägt Servicepersonal kleine Portionen auf Tabletts durch den Raum. Das eignet sich für Empfänge, Messen und Veranstaltungen mit wenig Sitzplätzen. Fingerfood kann kalt, warm, herzhaft oder süß angeboten werden. Wie viele Teile pro Person benötigt werden, hängt von Dauer, Tageszeit, Portionsgröße, weiteren Gängen und Gästeprofil ab. Eine pauschale Zahl von zwölf Häppchen passt deshalb nicht zu jedem Anlass.

  • kurzer Empfang vor einem Menü: wenige ergänzende Häppchen
  • mehrstündiges Fingerfood als vollständige Mahlzeit: deutlich größere Auswahl und Menge
  • Stehempfang: gut einhändig essbare Portionen ohne tropfende Saucen
  • Messe und Konferenz: schneller Service, klare Allergeninformation und leicht nachzulegende Chargen

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Mit Spezialisierung von anderen Cateringanbietern abheben

Spezialisierung statt austauschbarer Speisekarte

Ein klarer Schwerpunkt macht Marketing, Einkauf und Produktion leichter. Mögliche Positionierungen sind regionale Küche, hochwertiges Grillcatering, vegetarische und vegane Menüs, Business-Lunch, italienische Stationen, Fine Dining, nachhaltiges Zero-Waste-Catering oder allergenbewusste Angebote. Entscheidend ist, dass die versprochene Qualität auch bei großen Gästezahlen reproduzierbar bleibt.

Grill- und Live-Cooking-Catering

Beim Grillcatering erleben Gäste die Zubereitung direkt. Neben Fleisch und Bratwurst gehören heute Gemüse, Käsealternativen, vegane Komponenten, Dips, Salate und Brot zu einem überzeugenden Angebot. Benötigt werden geeignete Gastrogrills beziehungsweise Gastrobräter, Handwaschmöglichkeit, Kühlung, Beleuchtung und ein sicherer Arbeitsbereich. Gas, Strom, Rauch, Abluft und Brandschutz sind vorab mit Veranstalter und Location zu klären.

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Spanferkel-Catering

Ein Spanferkel oder Lamm am Spieß ist zugleich Speise und Inszenierung. Garzeit und Ausbeute hängen stark von Gewicht, Gerät, Temperatur, Witterung und gewünschtem Ergebnis ab. Alte Pauschalen zu Alter, Einkaufspreis und fünf bis acht Stunden sind keine sichere Kalkulationsbasis. Planen Sie mit dem Lieferbetrieb und einer erprobten Produktionsmethode, kontrollieren Sie die Kerntemperatur und halten Sie eine zeitliche Reserve sowie eine Alternative für technische Ausfälle bereit.

Beim Verleih eines Spanferkelgrills müssen Gerät, Spieß, Motor, Befestigungen, Auffangsystem und gegebenenfalls Gaszubehör vollständig, geprüft und dokumentiert übergeben werden. Eine Einweisung, Reinigungsregeln und klare Haftungsbedingungen gehören zum Mietvertrag. Messer und Schneidbrett sollten aus hygienischen Gründen getrennt und fachgerecht aufbereitet werden.

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Italienisches Catering

Antipasti, Pasta, Risotto, Pizza und Desserts eignen sich für Buffet und Live-Cooking. Ein glaubwürdiges Konzept lebt von wenigen gut beherrschten Gerichten, frischer Zubereitung und einer belastbaren Ausgabeorganisation. Nudelmaschinen, Pizzaöfen, Teigknetmaschinen oder ein Flammkuchenofen sind nur sinnvoll, wenn Strom, Abluft, Transport und Personal zur Leistung passen.

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Preise richtig kalkulieren

Veraltete Pauschalen wie 25 bis 30 Euro pro Person oder ein fester Gesamtpreis für eine Hochzeit sind heute nicht belastbar. Preise unterscheiden sich nach Region, Gästezahl, Menü, Servicegrad, Personal, Veranstaltungsdauer, Entfernung und Mietbedarf. Jeder Auftrag sollte auf Basis der tatsächlichen Kosten kalkuliert werden.

  • Wareneinsatz einschließlich Schwund und Probemengen
  • Produktions-, Service-, Fahr- sowie Auf- und Abbauzeiten
  • Lohnnebenkosten, Zuschläge und gegebenenfalls Fremdpersonal
  • Fahrt, Fahrzeug, Maut, Parken und Kühltransport
  • Mietgeräte, Mobiliar, Wäsche, Dekoration und Technik
  • Energie, Wasser, Reinigung, Entsorgung und Verpackung
  • Bruch, Fehlmengen, Reparaturen und Ersatzbeschaffung
  • Verwaltung, Marketing, Versicherungen und Gemeinkosten
  • Unternehmerlohn, Risikoaufschlag und Gewinn

Das Angebot sollte Leistungen und Grenzen eindeutig nennen: Gästezahl und Stichtag für Änderungen, Menü und Portionsumfang, Personalstunden, Lieferfenster, Mietdauer, Reinigung, Bruchregelung, Zahlungsplan, Storno, Mehrarbeit und Verantwortlichkeit für DJ, Band oder Location. Getränke auf Kommission sind nur möglich, wenn dies mit dem Lieferanten ausdrücklich vereinbart ist; Rücknahmebedingungen und angebrochene Gebinde gehören schriftlich festgehalten.

Businessplan für den Partyservice

  • Zielgruppe: private Feiern, Hochzeiten, Firmen, öffentliche Einrichtungen oder Veranstalter
  • Positionierung: Preisniveau, Küche, Region, Nachhaltigkeit und Serviceumfang
  • Kapazität: maximale Gästezahl je Produktions- und Veranstaltungstag
  • Vertrieb: Website, lokale Suche, Empfehlungen, Locations und Kooperationspartner
  • Investitionen: Küche, Kühlung, Transport, Behälter, Geschirr und digitale Systeme
  • Liquidität: saisonale Schwankungen, Anzahlungen, Zahlungsziele und Reserven
  • Risiken: Personalausfall, Verderb, Fahrzeugschaden, Wetter, Storno und Haftung

Wichtiger als ein hoher Umsatz ist der Deckungsbeitrag jedes Auftrags. Ein volles Wochenende kann Verlust bringen, wenn Fahrten, Personal und Nacharbeit nicht berechnet wurden. Eine Nachkalkulation nach jeder größeren Veranstaltung zeigt, welche Formate tatsächlich rentabel sind.

Partyverleih als zusätzliches Geschäft

Geschirr, Gläser, Besteck, Möbel, Kühlgeräte und Buffettechnik können zusätzlich vermietet werden. Das schafft Umsatz, bindet aber Kapital und Lagerfläche. Jeder Artikel muss inventarisiert, transportsicher verpackt, kontrolliert, gereinigt und rechtzeitig wieder bereitgestellt werden. Bei technischen Geräten kommen Prüf-, Wartungs- und Einweisungspflichten hinzu.

Zu Beginn ist Mieten bei einem spezialisierten Verleiher oft wirtschaftlicher. Eigenbestand lohnt sich vor allem bei häufig benötigten, standardisierten Artikeln mit guter Auslastung. Eine Kaufentscheidung sollte Anschaffung, Finanzierung, Lager, Reinigung, Bruch, Personal und Wiederverkaufswert berücksichtigen.

Geschirr- und Gläserverleih

Ein neutrales, stapelbares Gastrogeschirr lässt sich für viele Anlässe einsetzen. Zum Grundsortiment gehören Speise-, Dessert- und Suppenteller, Tassen und Untertassen, Schüsseln, Platten sowie Vorlegebesteck. Ergänzt wird es durch zum Konzept passende Trink-, Wein-, Sekt- und Spirituosengläser.

  • einheitliche Serien mit langfristiger Nachkaufmöglichkeit auswählen
  • Transportkisten und Gläserracks in die Stückkosten einrechnen
  • Mengen mit Reserve für Bruch und Nachbestellungen planen
  • Rückgabe verschmutzt oder vorgespült eindeutig vereinbaren
  • Fehlmengen und Schäden bei Rücknahme gemeinsam dokumentieren

Die Endreinigung kann im Mietpreis enthalten oder separat ausgewiesen sein. Sie erfolgt in einer geeigneten Spülküche mit ausreichender Kapazität. Mobile Spüllösungen sind bei großen Veranstaltungen möglich, benötigen aber Trinkwasser, Abwasser, Strom, sichere Aufstellung und Personal.

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Tische, Stühle und Hussen vermieten

Klapptische, Bankettstühle, Stehtische und Bierzeltgarnituren sind robust und platzsparend lagerbar. Lounge- oder Designmöbel können höhere Mietpreise erzielen, benötigen aber mehr Schutz beim Transport. Hussen schaffen ein einheitliches Bild, müssen jedoch exakt zur Möbelform passen, brandschutztechnisch für den Veranstaltungsort geeignet sein und nach jeder Nutzung fachgerecht gereinigt werden.

  • Tragfähigkeit, Standsicherheit und gewerbliche Eignung dokumentieren
  • Rollwagen und Transportschutz passend zum Bestand anschaffen
  • Auf- und Abbauzeiten sowie lange Transportwege kalkulieren
  • Lieferung bis Bordsteinkante oder Aufbau am Platz vertraglich unterscheiden
  • Reinigung, Flecken, Beschädigungen und Ersatzwert regeln

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Kühlgeräte und Kühlanhänger

Kühlung ist keine optionale Zusatzleistung, sondern Teil der Lebensmittelsicherheit. Für kleine Veranstaltungen reichen isolierte Transportboxen und mobile Kühlschränke, wenn Leistung und Temperatur kontrolliert werden. Bei größeren Mengen sind Kühlanhänger oder Kühlfahrzeuge sinnvoll. Ein Getränkekühlschrank mit Glastür ist nicht automatisch für leicht verderbliche Speisen geeignet.

Beim Vermieten müssen Geräte vor und nach jeder Ausgabe gereinigt, auf Funktion geprüft und mit einer verständlichen Bedienung übergeben werden. Transport nur stehend, erforderliche Ruhezeit vor dem Einschalten, Absicherung, Verlängerungsleitungen und Standortbedingungen sind modellabhängig. Für Crushed Ice und Speiseeis gelten unterschiedliche Lageranforderungen; eine beliebige Gefriertruhe ist nicht für jeden Zweck geeignet.

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Heizstrahler sicher vermieten

Gas-Heizpilze und elektrische Infrarotstrahler können Außenbereiche temperieren. Sie sind aber nicht pauschal überall zulässig. Kommunale Regeln, Brandschutz, Mindestabstände, Wind, standsichere Befestigung und die Vorgaben des Veranstaltungsorts müssen beachtet werden. Gasbetriebene Geräte gehören grundsätzlich nicht in geschlossene Räume, sofern sie nicht ausdrücklich für diesen Zweck zugelassen und die notwendigen Bedingungen erfüllt sind.

Auch ein elektrischer Infrarotstrahler ist nicht automatisch innenraumgeeignet. Schutzart, Montageabstände, Leistung, Stromkreis und Herstellerfreigabe entscheiden über den sicheren Einsatz. Beim Verleih gehören Sichtprüfung, vollständiges Zubehör, Einweisung und dokumentierte Rücknahme zum Prozess.

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Zeltverleih: anspruchsvoller als einfacher Partyverleih

Ein Zeltverleih benötigt große, trockene Lagerflächen, geeignete Fahrzeuge, geschultes Montageteam und klar organisierte Bauteile. Mit wachsender Zeltgröße steigen Anforderungen an Statik, Ballastierung, Windmanagement, Rettungswege, Beleuchtung und Brandschutz. Eventzelte können als „Fliegende Bauten“ gelten; Ausführungsgenehmigung, Prüfbuch und Gebrauchsabnahme richten sich nach Landesbauordnung, Größe, Bauart und Nutzung.

Auch ein genehmigungsfreies Zelt muss standsicher und sicher betrieben werden. Der Untergrund, unterirdische Leitungen, erlaubte Verankerung, erwartete Windlast und Evakuierung sind vor dem Aufbau zu klären. Für größere Anlagen ist die Zusammenarbeit mit einem spezialisierten Zeltbauer sinnvoller als ein Einstieg ohne technische Erfahrung.

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Versicherung und Verträge

Eine Betriebshaftpflicht sollte Personen-, Sach- und daraus folgende Vermögensschäden angemessen abdecken. Je nach Angebot kommen Produkthaftung, Inhalts-, Elektronik-, Kühlgut-, Transport-, Fahrzeug- und Veranstaltungsausfallrisiken hinzu. Bei Vermietung ist zu prüfen, ob Schäden an gemieteten oder verliehenen Sachen eingeschlossen sind.

Allgemeine Geschäftsbedingungen ersetzen keine klare Auftragsbeschreibung. Änderungen der Gästezahl, Schlechtwetter, Strom- oder Wasserausfall, verspäteter Zugang zur Location, Fremdpersonal, Bruch, Reinigung und Haftungsgrenzen sollten vor Vertragsabschluss geregelt werden. Für größere Veranstaltungen empfiehlt sich ein gemeinsamer Ablauf- und Flächenplan mit Veranstalter und Location.

Soll ich mich mit einem Partyservice selbstständig machen?

Die Gründung kann sinnvoll sein, wenn Sie nicht nur gerne kochen, sondern auch kalkulieren, verkaufen, organisieren und unter Zeitdruck führen können. Testen Sie das Konzept mit einer klaren Zielgruppe und begrenzter Gästezahl. Kooperationen mit Getränkehändlern, Metzgereien, Bäckereien, Locations und Eventverleihern reduzieren den anfänglichen Kapitalbedarf.

  • zunächst wenige, gut kalkulierte Menüs anbieten
  • Produktions- und Gästeobergrenze verbindlich festlegen
  • vor Investitionen Genehmigungsfähigkeit der Räume prüfen
  • mit Anzahlungen und klaren Stornoregeln arbeiten
  • jeden Auftrag nachkalkulieren und unprofitable Leistungen anpassen
  • erst bei stabiler Nachfrage eigenes Mietinventar und zusätzliche Technik aufbauen

Fazit

Ein erfolgreicher Partyservice verbindet gutes Essen mit sicherer Logistik, belastbarer Kalkulation und verlässlicher Kommunikation. Starten Sie mit einer klaren Spezialisierung, prüfen Sie Räume und Pflichten vor der ersten Investition und kaufen Sie nur häufig benötigte Ausstattung selbst. Geschirr-, Möbel- oder Zeltverleih kann später ein zusätzliches Geschäftsfeld werden, sollte aber wegen Lager-, Prüf- und Haftungsaufwand nicht unterschätzt werden.

3 Kommentare zu „Neugründung Partyservice: So starten Sie erfolgreich durch!“

  1. Der Tipp sich als Unternehmen für Catering auf einen bestimmten Bereich zu spezialisieren ist richtig gut! Meine Tante hat letztes Jahr ein Catering-Unternehmen aufgebaut. Sie hat sich auf veganes Essen und laktosefreie Kost spezialisiert. Sie hatte trotz der großen Konkurrenz keine Schwierigkeiten Kunden zu gewinnen.

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  2. Es ist wirklich sehr Hilfreich mit diesen ganzen Erklärungen hier. Jetzt weiß ich wenigstens was es alles für Partyservices gibt. Damit kann man wirklich etwas anfangen.

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  3. Danke für diesen Beitrag zum Thema Event Catering Start Up! Es ist ein super Tipp, in Zusammenarbeit mit Metzgereien und Fleischereien zu treten. Meine Schwester träumt schon lang von ihrem eigenen Partyservice und ich werde ihr diesen Beitrag mal weiterleiten.

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